Genau getaktet
Komplexe Logistikprozesse zwischen Hannover und Leipzig
Überspringen: Komplexe Logistikprozesse zwischen Hannover und LeipzigPorsche steht für Qualität – und verlangt diese auch von seinen Dienstleistern. Bei der Logistik setzt der Sportwagenhersteller darum immer stärker auf DB Schenker Rail. So wird der Geländewagen Cayenne, der in Bratislava in der Slowakei vormontiert wird, schon seit 2002 mit der Bahn zur Endmontage nach Leipzig gebracht. Seit Anfang letzten Jahres rollen auch die Karosserien für den Viertürer Panamera, die bei VW in Hannover produziert werden, per Güterwagen nach Sachsen. "Im Dezember haben wir die 10.000ste Karosserie transportiert", sagt Kai Birnstein, Key Account Manager bei Schenker Automotive RailNet (SAR), dem Spezialisten für Automobillogistik bei DB Schenker Rail. "In Zukunft werden es 20.000 Stück pro Jahr sein."
Der Transport zwischen Hannover und Leipzig ist alles andere als trivial. Denn die Produktion in beiden Werken ist eng getaktet und aufeinander abgestimmt. Jede Karosserie, die in Hannover von Band läuft, ist bereits für ein ganz bestimmtes Auto vorgesehen. In Leipzig erfolgt dann die weitere Montage genau nach Kundenwunsch. Die Karosserien müssen darum in ganz bestimmter Reihenfolge auf die Bahn verladen und in Leipzig angeliefert werden – "Just-In-Sequence" nennt der Logistiker dieses Verfahren.
So muss jede Lieferung innerhalb eines engen Zeitfensters im Leipziger Werk ankommen; eine Verspätung von nur einer Stunde würde die logistischen Prozesse bei Porsche bereits stören. Darum werden alle Lieferungen rund um die Uhr überwacht.
Enge Einbindung in die Porsche-Logistik
Die zentrale Koordinationsfunktion übernimmt das KundenServiceZentrum von DB Schenker Rail in Duisburg, wo ein Koordinator speziell für die Porsche-Verkehre zuständig ist. Je ein weiterer Mitarbeiter von DB Schenker Rail arbeitet vor Ort in Hannover und in Leipzig. Die Koordinatoren arbeiten eng mit der Porsche-Logistik zusammen, informieren den Kunden unmittelbar über alle relevanten Ereignisse und leiten gegebenenfalls Maßnahmen ein.
Auch das Risiko, dass es beim Transport zu Beschädigungen kommt, muss minimiert werden. Darum werden die Karosserien in geschlossene Wagen verladen. Spezielle Gestelle sorgen dafür, dass sie beim Be- und Entladen optimal geschützt sind. Doch das reicht nicht. Denn die empfindlichen Karosserien könnten sich verziehen, wenn sie unterwegs zu starken Stößen ausgesetzt werden. Die Bahnwagen sind darum mit Sensoren ausgestattet, die die einwirkenden Kräfte messen.
Alle zwei Monate treffen sich die beteiligten Dienstleister, um die Prozesse zu diskutieren und kontinuierlich zu verbessern. "Die enge Taktung der Porsche-Produktion stellt hohe Anforderungen an uns als Transportdienstleister", erklärt Birnstein. "Das System funktioniert, weil wir eng in die Porsche-Logistik eingebunden sind und mit allen Beteiligten synchronisiert zusammenarbeiten."
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Letzte Aktualisierung: 26.02.2010
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