GPS für das Rollmaterial
Der intelligente Güterwagen
Überspringen: Der intelligente GüterwagenIm Rahmen des Innovationsmanagements bei DB Schenker Rail wird eine Reihe von Projekten durchgeführt, um die Effizienz und Qualität des künftigen Schienengüterverkehrs weiter zu optimieren. Die organisatorische Verankerung im europäischen Technical Management hilft dabei, technisch orientierte Ansätze wie z.B. Sensorik an Güterwagen oder alternative Antriebskonzepte bei Lokomotiven adäquat zu verfolgen.
Der intelligente Güterwagen gibt jederzeit Auskunft über seinen Standort – er verrät, ob er beladen oder leer ist und wie viele Kilometer er seit der letzten Inspektion gerollt ist. Er misst und meldet auch, welche Temperatur im Laderaum herrscht und ob die Fracht unterwegs unerwünschten Stößen ausgesetzt ist und wie es um die Radsätze bestellt ist.
Noch ist dieses clevere, mit moderner Sensorik ausgestattete Rollmaterial nicht auf dem Markt zu kaufen. Bislang sind Standort und Zustand der 100.000 DB-Waggons oft nicht in Echtzeit abrufbar, vor allem wenn sie im Ausland oder auf Kundengleisen stehen.
Aber unter dem Stichwort Asset-Intelligence lotet DB Schenker Rail intensiv die Perspektiven einer derartigen Innovation aus sowie die Hürden, die vor einer Einführung zu überwinden wären. „Es liegt auf der Hand, dass Güterwagen mit dieser Technik zahlreiche Prozesse vereinfachen können – von der effizienteren Instandhaltung über die Leerwagen-Disposition bis hin zu einer proaktiven Kundeninformation“, sagt Dr. Miroslav Obrenovic. Allerdings fehlten, so der Leiter Technikstrategie und Innovation bei DB Schenker Rail in Mainz, bislang Systeme, die die gestellten technischen Anforderungen zu einem wirtschaftlich vertretbaren Preis erfüllen könnten.
„Wir verfolgen hier einen ganzheitlichen Ansatz, indem wir untersuchen, welche positiven Effekte uns die neue Technik bringt, was sie kostet und wie eine intelligente Migrationsstrategie gestaltet werden kann“, erklärt Obrenovic und fügt hinzu: „Erforderlich dabei ist eine standardisierte Lösung, die auch andere Bahnen und Wagenhalter nutzen, denn wir bewegen ja nicht nur unsere eigene Flotte, sondern jährlich auch 200.000 fremde Waggons.“
Ein weiteres Thema, mit dem sich das Innovationsmanagement intensiv beschäftigt, sind alternative Antriebskonzepte. Eine Zweikraftlok ist sowohl mit Komponenten für die E-Traktion als auch mit einem Dieselmotor ausgerüstet.
Eine solche Lok könnte das gesamte Streckennetz flexibel und zugleich effizient befahren. Die Umsetzung als vierachsige Lokomotive scheiterte bislang aber am zusätzlichen Gewicht der Komponenten für beide Traktionsarten sowie an höheren Anschaffungskosten. Ein weiter steigender Ölpreis sowie Fortschritte in der Fahrzeugkonstruktion könnten aber dazu führen, dass solche Lokomotiven in wenigen Jahren zum Alltag gehören.
Ähnliches ergibt sich auch auf dem Gebiet der Hybridlok: „Bislang eignet sich die am Markt verfügbare Batterietechnologie nur für den mittleren Rangierdienst“, sagt Obrenovic. "Aber auch hier erwarten wir in den kommenden fünf bis zehn Jahren technische Fortschritte und wirtschaftliche Lösungen der Industrie.“
Kundenmagazin "DB Schenker Railways"
Immer die neuste Ausgabe für Sie per E-Mail. Hier haben Sie die Möglichkeit den Kundennewsletter "DB Schenker Railways" via E-Mail zu abonnieren. Die E-Mail-Adressen werden nur zum Zwecke des Newsletter-Versands verwendet.
Letzte Aktualisierung: 27.10.2011
| Druckansicht |
Seite empfehlen |
Ende des Artikels
Ende des Inhalts

