DB Schenker Rail Bulgaria EOOD
Erfolgreiches Start-up
Vor zehn Jahren ging die DB in Bulgarien an den Start. Heute hat sie dort einen Marktanteil von zwölf Prozent und integriert das Land in ihr europäisches Netzwerk.
2004 wurde Bulgarien Mitglied der NATO, 2007 trat das Land der Europäischen Union bei, aber schon vor zehn Jahren – im Januar 2003 – fasste der DB-Konzern Fuß in dem kleinen Land auf dem Balkan. Unter dem Namen Logistic Center Romania SRL Bulgaria nahm ein kleines Start-up mit 49 Mitarbeitern die Arbeit auf, zunächst ausschließlich für interne Rangierdienste auf den Anschlussgleisen des Kupferherstellers Umicore (heute Aurubis).
Die kleine DB-Tochter wurde später in Logistic Services Danubius umbenannt und trägt seit 2010 ihren heutigen Namen DB Schenker Rail Bulgaria EOOD, womit sie nun auch nach außen die Zugehörigkeit zur größten Güterbahn Europas signalisiert. Damit einher ging die Expansion zu einem landesweit tätigen Unternehmen, das heute über alle Lizenzen für das bulgarische Eisenbahnnetz verfügt.
"Es freut mich sehr, dass wir seit Anfang dieses Jahres am Übergang Svilengrad–Kapikule nun auch über die bulgarisch-türkische Grenze fahren dürfen", sagt Liubomir Garchev, der von Anfang an zur Geschäftsführung zählte und heute die Geschicke von DB Schenker Rail Bulgaria lenkt. "Bulgarien hat das Potenzial, eine logistische Drehscheibe auf der Balkan-Halbinsel zu werden. Unsere Zukunft liegt in internationalen Transporten von und nach Bulgarien und im Transit, als Teil des paneuropäischen Netzwerks von DB Schenker Rail."
Trotz der wirtschaftlichen Probleme, mit denen Bulgarien kämpft, ist die DB-Landesgesellschaft in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen. Mit 230 Mitarbeitern beansprucht sie heute einen Marktanteil von rund 12 Prozent am bulgarischen Schienengüterverkehr – Tendenz steigend. Zwar ist Aurubis noch immer der größte Kunde, aber längst nicht mehr der einzige.
Seit Herbst 2012 transportiert DB Schenker Rail Bulgaria Kalkstein für den Hersteller Ognyanovo und hat für diesen Auftrag in 75 neue Güterwagen investiert. Auch andere Branchen bedienen sich inzwischen der Dienste von DB Schenker Rail Bulgaria: zum Beispiel Knauf, ein Hersteller von Gipsplatten. Stomana Industry führt Metallschrott ein und Endprodukte aus, außerdem kauft das Unternehmen Werksrangierdienste bei der DB ein. Ein weiterer großer Kunde ist Kaolin AD, größter Hersteller von Quarzsanden und Kaolin in Ost- und Südosteuropa.
Seit Januar 2013 ist DB Schenker Rail Bulgaria auch Teil des internationalen Netzwerks von DB Schenker Rail Automotive mit Zügen von Köln nach Kosekoy in der Türkei. Als erste Privatbahn darf DB Schenker Rail Bulgaria Züge an die Türkei übergeben und von dort übernehmen. Mehr als ein guter Grund, den zehnten Geburtstag der Landesgesellschaft zu feiern.
Letzte Aktualisierung: 19.04.2013
