Transport zur Insel Sachalin
Reif für die Insel
Sachalin hieß das Ziel von 750 Tonnen Röhren aus deutscher Produktion. Dafür galt es, 11.000 Kilometer auf Schienen und den Tatarischen Sund per Eisenbahnfähre zu überwinden.
Die transeurasische Landbrücke entwickelt sich seit einigen Jahren als Korridor für Bahntransporte von Mitteleuropa nach Fernost. DB Schenker Rail unterhält auf der Schiene heute regelmäßige Transportketten bis nach China. Zuweilen aber ist auch der fernste Osten Russlands Ziel der Transporte, wie in diesem Fall.
Die Kölner Spedition Degustra hatte 750 Tonnen Stahlröhren von einem renommierten Hersteller im Ruhrgebiet auf die Insel Sachalin vor der Ostküste Sibiriens zu transportieren. Dort werden die Röhren bei der Öl- und Gasgewinnung eingesetzt.
11.000 Kilometer auf Schienen und am Ende der Reise noch die Überfahrt auf einer Eisenbahnfähre quer über den Tatarischen Sund bis zum Inselhafen Cholmsk.
"Das ist eine sehr lange Transportroute mit zahlreichen Herausforderungen. Gerade die Umladung der Röhren durch die weißrussische Bahn an der polnisch-weißrussischen Grenze gehört dabei mit zu den sensibelsten Punkten innerhalb der Transportkette", sagt Jörg Siedenbiedel, Generaldirektor von Railion Russija Services.
"Deswegen ist die gesamthafte Koordination der zahlreichen beteiligten Partner durch uns von zentraler Bedeutung. Nur wenn diese Hand in Hand arbeiten, kann solch ein Transport reibungslos funktionieren", ergänzt Degustra-Prokurist Dirk Grüne.
Für den Abschnitt innerhalb Deutschlands und auf der Langstrecke in Russland setzte Degustra auf das Know-how von DB Schenker Rail und seiner internationalen Partner. In Russland steuerte die DB Schenker Rail-Tochter Railion Russija Services den anspruchsvollen Einzelwagenverkehr.
Die Reise der Röhren von der Ruhr um die halbe Welt zur russischen Pazifikinsel dauerte jeweils sechs Wochen. Seit ihrer Gründung 2002 arbeitet Degustra für Unternehmen der deutschen und internationalen großchemischen Industrie, für Lieferanten des Montanbaus, Unternehmen der Kraftfahrzeugindustrie sowie für Großröhrenproduzenten und Anlagenbauer.
Das Akronym DE-GUS-TRA umreißt bereits die Spezialisierung der Kölner Firma: Transporte zwischen Deutschland und den GUS-Staaten. "Dabei arbeiten wir seit Jahren sehr vertrauensvoll mit Railion Russija Services zusammen", so Dirk Grüne.
Letzte Aktualisierung: 19.04.2013

