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Zug aus Katalonien nach Andalusien

Sonnenzüge durch Spanien

Transfesa bringt erstmals Wechselbrücken mit dem Zug aus Katalonien nach Andalusien und positioniert sich damit als Vorreiter bei umweltfreundlichen Schienenverkehren.

Krise, welche Krise? Tatsächlich ist die wirtschaftliche Situation in Teilen Spaniens nicht ganz so schlecht, wie Berichte häufig vermuten lassen. Für einige Unternehmen bieten sich sogar Chancen, ihren Kundenkreis und ihre Leistungen auszubauen: für DB Schenker zum Beispiel. Die Transportes Ferroviarios Especiales (Transfesa), die spanische Tochter von DB Schenker Rail, hat zwar auch unter den Volumeneinbrüchen gelitten, die durch den schlechter werdenden Automarkt im Land entstanden sind. Gleichzeitig nutzt Transfesa aber die Möglichkeiten des Markts, um sich neu zu positionieren.

Seit 2010 steuert das Unternehmen Züge aus Tarragona nach Huelva. Im November 2012 allerdings ist die Route verändert worden. Nun geht es ab Tarragona mehr als 900 Kilometer bis nach Sevilla. Die Hauptstadt der Region Andalusien ist ein wichtiger Industrie- und Handelsplatz am Fluss Guadalquivir, der auch mit Seeschiffen befahren werden kann. Bis zu 1.100 Tonnen Fracht transportieren die 524 Meter langen Züge – zum Vergleich: In Deutschland dürfen Züge eine Länge von maximal 740 Metern haben. Neu an diesen speziellen Zügen ist, dass sie erstmals 32 Wechselbrücken statt der üblichen Container nach Sevilla bringen.

"Der Wechselbrückenzug verkehrt einmal pro Woche – rund 48 Wochen pro Jahr", sagt Miguel Angel Fañanas, Key Account Manager bei Transfesa. Vor allem Produkte für große Einzelhändler, zum Beispiel für eine große Supermarktkette, gelangen so per Bahn nach Sevilla und von dort aus weiter in andere Teile des Landes. Zurück nach Tarragona rollt Papier aus Sevilla.

"Mit dem Wechselbrückenzug positioniert sich Transfesa als Vorreiter im Schienentransport im Hafen von Sevilla", so Fañanas. Schließlich erhöht sich das Volumen der Bahntransporte im Hafen von Sevilla mit dem Wechselbrückenzug um rund zehn Prozent. Neben diesen Zügen steuert Transfesa drei Containerzüge nach Sevilla. Allein 2011 haben sie 32.500 Container transportiert. Die werden im Hafen Sevilla direkt vom Zug auf Schiffe umgeladen und dienen der Versorgung der Kanarischen Inseln mit Gütern aller Art.

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Letzte Aktualisierung: 19.04.2013

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