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Rohstoffversorgung im Auftrag

Traumstoff der Designer und Ingenieure

Für das slowakische Aluminiumwerk in Ziar nad Hronom übernimmt DB Schenker Rail einen Teil der Rohstoffversorgung im Auftrag der Firma Partnership. Wöchentliche Levelberichte helfen, die Züge genau zu planen.

Wer es leicht will, lässt es sich was kosten: Luftfahrt, Fahrzeugbau und Raumfahrt setzen häufig auf Aluminium, um Kilos zu sparen. Der Stoff ist rund ein Drittel so schwer wie Stahl, und weist, in der richtigen Mischung mit anderen Metallen, die gleiche Festigkeit auf. Hinzu kommt: Aluminium ist das dritthäufigste Metall in der Erdkruste. Also ein Traumstoff für Konstrukteure und Ingenieure, die weg vom schweren Stahl wollen?

Aluminium tritt zumeist in gebundener Form auf. Das heißt, um das Metall aus den Rohstoffen herauszulösen, wird der Grundstoff auf fast 1000 Grad im Elektroofen erhitzt. Dann wird das reine Aluminium abgesaugt.

Angesichts von 15.000 Kilowattstunden Strom – ein Musterhaushalt verbraucht im Jahr 4.000 – die nötig sind, um aus vier Tonnen Bauxit eine Tonne Alu zu schmelzen, ist Strom in dieser Branche nicht bloß Energie, sondern eine von zwei Kern-Ressourcen. Und während Bauxit weltweit so gut wie unerschöpflich ist, scheint zumindest bezahlbarer Strom hierzulande knapp zu werden. Aluherstellung lohnt sich nur, wenn günstige Energiequellen zur Verfügung stehen.

Weltweit wurden 2010 rund 41 Millionen Tonnen Primär- oder Hüttenaluminium produziert, auch in Europa. Eines dieser Werke steht im südosteuropäischen Ziar nad Hronom in der Slowakei. Das Werk gehört mehrheitlich der norwegischen Firma Hydro Aluminium – einer der größten voll integrierten Aluminium-Unternehmen der Welt und langjähriger Kunde von DB Schenker Rail. Rund 160.000 Tonnen des reinen Metalls – produziert Ziar nad Hronom. Die vierfache Menge Bauxit oder die doppelte Menge des pulverförmigen Aluminiumoxids ist dafür als Rohstoff notwendig.

"Wichtig für solche Werke ist nicht nur die  Nähe einer konstanten Energiequelle, sondern auch der regelmäßige und zuverlässige Nachschub an Grundstoffen", sagt Kerstin Derpmann, Accountmanagerin bei DB Schenker Rail Nederland. "Daher setzen Hydro und Slovalco auf die Schiene." 120.000 Tonnen Aluminiumoxid liefert DB Schenker Rail mit zwei wöchentlichen Planzügen aus Rotterdam. Hinzu kommen seit Oktober 2011 Transporte von Aluminumoxid aus dem bosnischen Aluminiumwerk Birac ins slowakische Werk die durch Unterstützung des Teams Süd-Ost-Europa unter Leitung von Jens Krumbiegel aufgebaut wurden.

"Jährlich sind 40 Züge geplant, im vergangenen Jahr waren es aber 45 Züge", so Derpmann. Über den Stand der Bunker im Werk erhält DB Schenker Rail einen wöchentlichen Levelbericht. Für Kunden und DB Schenker ein Erfolgsrezept: Der Vertrag ist erst vor kurzem für das laufende Jahr 2013 verlängert worden. 

Letzte Aktualisierung: 19.04.2013

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